Leguanpraxis 1 (kommentierte, ausgesuchte Clips und Fotos)

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[Iguana & CO im neuen Fenster]

 

Foto:mohan

 

-Leguan beim baden-

Ein Leguan liebt das Wasser, viele nutzen gerne die Möglichkeit für ein Bad im warmen Wasser. Das angebotene Becken muss nur geräumig genug sein. Sie sind auch excellente Schwimmer, wenn man ihnen Gelegenheit dazu gibt.

Hier wurde ein 80 lt. Gartenteich mit Uferbereich in das Terrarium gebaut. Der Teich wurde mit einer Spanplattenkonstruktion fixiert (Bauschaum). Ein Wasserfall (abnehmbar) wurde aus Styropor, Bauschaum und Kiesmatten modelliert.

Ein leistungsfähiger Eheim-Aussenfilter, gefüllt u.a. mit speziellen Tonröhren in den sich Mikroorganismen bilden können die das Wasser reinigen, transportiert das gefilterte Wasser die Steigung hinauf.

 

- bei der Häutung -

Gerade bei gutem Futterangebot kann sich ein Leguan, bis ins hohe Alter hinein recht häufig häuten. Er wächst dabei jedesmal ein kleines Stück.

Gerade während der Häutung kommt dem Leguan eine Bademöglichkeit sehr gelegen. Ein geheiztes Wasserteil sorgt ausserdem für das passende Wohlfühlklima und für eine reibungslose Häutung.

Einer der häufigsten Haltungsfehler ist eine zu trockene Haltung. Für alle denen es zu mühselig ist sich mit dem Klima auseinanderzusetzen ist meine Empfehlung:Optimal für eine gute Häutung sind 75% Tagesluftfeuchtigkeit, nicht weniger. Man tut gut daran diese Grenze für einen problemlosen Häutungsverlauf einzuhalten.

50%-60% sind dauerhaft (auch ausserhalb der Häutungsphasen) zu trocken. Der Leguan gedeiht nicht richtig.

 

Zu trockene Haltung und auch mangelnde Trinkmöglichkeiten führen häufig dazu, dass die Tiere dehydrieren. Stoffwechselstörungen werden durch Wassermangel provoziert. Über längeren Zeitraum kann das u.a. zu schwersten Nierenschädigungen führen. Rosafarbenes oder oranggefärbtes Kotwasser deuten auf solche Nierenschädigungen hin.

Je nach dem was den Tieren tatsächlich gefüttert wird ist das verbreitete Ablecken der Wasserspritze beim Sprühen nicht ausreichend.

Gerade wenn der Leguan das vorhandene Wasserbecken zum Klo erklärt hat, sollte man sich überlegen, ob man nicht einen zusätzlichen Wassernapf (in höheren Gefilden) anbringt. Meine Tiere waren sowas leider nicht gewohnt, doch seit einiger Zeit werden sie von mir darauf konditioniert aus einer quitschgelben Schale zu saufen. Anders wie auf dem Bild sollte man die Schale aber z.B. mit Leisten fixieren, die liegt sonst immer unten.

Foto:mohan

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Foto:mohan

Foto:mohan

"Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" aber die ersten Erfolge kann man hier sehen:

Leguan säuft aus einer Trinkschale. Anschliessend nimmte er eine typische Haltung ein (Vorderkörper aufgerichtet, Hinterteil abgesenkt, Kehllappen "eingefaltet") download Clip (kleines mpeg-Format, 1,1 MB)

Nochmal, aus einer anderen Perspektive. Saufen, "post poto Haltung". Anschließend erschreckt er sich und gähnt dann. download Clip (kleines mpeg-Format, 1,3 MB)

Weiteres typisches Verhalten ist die spezielle Kommunikation der Leguane untereinander. Die Leguane liegen, fressen, saufen durchaus zusammen. Doch der eine ist priveligierter als der andere. In besonderen Fällen wird das Priveleg eingefordert.

Hier wird der "Ritus" eines natürlichen Funktionskreis "Feindkreis" (nach v. Uexküll) gezeigt. Das Alpha-tier erhebt territoriale Besitzansprüche (guter Sonnenplatz) einem Artgenossen gegenüber. Das Beta-Tier nähert sich aus einer größeren (relativ zur Territoriengröße) Entfernung. Das Alpha-tier hat bereits die typische, aus einiger Entfernung gut erkennbare Drohstellung eingenommen (Breitseite zeigen, aufgestellte Kehlwamme). Die Distanz, die Beta zum niederlassen wählt ist Alpha zu gering. Dies wird Beta mit dem "Nicken" kommuniziert. Beta registriert es sofort download Clip (mittleres mpeg-Format, 5,2 MB)

Die eingefaltene Wamme von Beta signalisiert Demut zurück, welches wiederrum in das angeborene Verhaltensschema passt. Beta wird, um nicht einen Angriff zu provozieren, einen anderen Platz aufsuchen. Damit ist die "Auseinandersetzung" beendet. In der Natur wäre nun alles ok, doch wir müssen aus diesem Grund für jeden Leguan einen eigenen Sonnenplatz einrichten, damit ein Beta-tier nicht doch noch, durch fehlende Sonnenmöglichkeit pysische Nachteile erleidet.

Beim folgenden "Ritus" geht es um besonders begehrte "seltene" Zucchini als Futter (Verhaltensvergleich "Nahrungskreis")

Alpha hat die Schüssel zuerst entdeckt. Nachdem sich Alpha vergewissert hat, dass ich kein Störfaktor bin, macht Alpha sich über das Futter her. download Clip (kleines mpeg-Format, 670 KB)

Beta hat einen weiteren Weg und kommt zügig herbei. In einem Sicherheitsabstand hält sie inne und sondiert die Lage. Insgesamt macht sich Beta eher klein. Nach angemessener Zeit des Abwartens schätzt Beta die Lage als günstig ein und verringert nocheinmal den Abstand, dabei testet sie den Grund noch mit der Zunge. Alpha stellt das Fressen ein. Der blosse Anblick von Alpha läßt Beta zurückweichen. Vom Zögern Beta´s bestätigt, schickt Alpha ein wirkungvolles Nicken hinterher download Clip (kleines mpeg-Format, 1,3 MB)

"Unterwürfiges" Verhalten äussert sich u.a. in flaches auf den Boden legen. Flucht, Fallenlassen auf den Boden u.a. Die Kehlwamme ist dabei stets "eingefaltet".

Beta´s Aussehen ist "unterwürfig". Dieses wird auch mir gegenüber demonstriert, nachdem sich Alpha vom Fressnapf entfernt hat. Erst als Beta sicher ist, beginnt sie zu fressen.download Clip (kleines mpeg-Format,1,3 MB

Jetzt kann Beta in aller Ruhe fressen, oder war da doch noch was? download Clip (kleines mpeg-Format, 1,3 MB)

 

(Fortsetzung folgt)

Leguanpraxis 2. Themen u.a.:

  • "Leichtbauterrrarium"
  • Der Futterkorb und die Futterration
  • So, kann fressen Spaß machen

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